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Schussangst, ab dem 15. April im Kino
Neu im Kino: Schussangst
Nach seinem in Mannheim produzierten Thriller "Lost Killers" zieht es den Georgier Dito Tsintsadze für sein bizarres Liebesdrama diesmal nach Halle.
Der introvertierte Lukas (Fabian Hinrichs) fährt als Zivildienstleistender in Halle Mittagessen aus. Bei einer seiner Touren lernt er die melancholische Isabella (Lavinia Wilson) kennen. Sofort ist er von dem geheimnisvollen Mädchen Feuer und Flamme. Als Lukas erfährt, dass Isabella seit Jahren sexuell missbraucht wird, fast er den Entschluss, sich an ihrem Peiniger zu rächen. Doch dafür muss der Pazifist erst einmal seine Schussangst überwinden...
Nach "Lost Killers" ist "Schussangst" der zweite Kinofilm, den Filmemacher Dito Tsintsadze in Deutschland realisierte. Erneut beweist der Georgier, dass er sich vorzüglich darin versteht, obskure Momente auf der Leinwand abzubilden. Wenn sich Lukas und Isabella zum ersten Mal körperlich näher kommen, ist das eine herrlich unbeholfene Liebesszene. Und wenn sein Nachbar über die Vorzüge des nordkoreanischen Systems fabuliert, ist das einfach zum Brüllen komisch. Doch leider beschränkt sich Tsintsadze auf die Aneinanderreihung einzelner bizarrer Szenen. Die eigentliche Story will nicht so richtig in Fahrt kommen. Dabei ist auch sie eigentlich recht ordentlich inszeniert. Denn der schüchterne Lukas ist ein wortkarger Bursche, dessen innere Wünsche nur über die Äußerungen und Handlungen seiner Mitmenschen transportiert werden. So glänzt beispielsweise Christoph Waltz in seiner Nebenrolle als verschnupfter Polizist, der Lukas erst mit seinen Theorien auf die Idee bringt, sich mit Gewalt an Isabellas Peiniger zu rächen. Trotz einigen Leerlaufs im Handlungsverlauf ist "Schussangst" alles in allem ein kleiner amüsanter Streifen, der mit einem überraschenden Knalleffekt endet.
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