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Geht nach dem bisherigen Ermittlungsergebnis der Verdener Polizei ebenfalls auf das Konto der Diebesgruppe: Der Brand der ehemaligen Nordcar Autovermietung an der Lindhooper Straße.

Polizei Verden legt achtköpfiger Tätergruppe das Handwerk

Die Verdener Polizei hat jetzt einer achtköpfigen Tätergruppe das Handwerk gelegt, die in wechselnder Besetzung rund 100 Straftaten im Landkreis Verden begangen hat. Auf das Konto der 17- bis 23jährigen Männer, die der Polizei bereits seit längerem bekannt sind, gehen neben diversen Einbrüchen in Bürogebäude und Bäckereifilialen auch eine Brandstiftung und fünf bewaffnete Raubüberfälle. Der bei den Straftaten entstandene Sachschaden geht in die Hunderttausende. Trotz wochenlanger intensiver Ermittlungsarbeit geht der Leiter der vierköpfigen Ermittlungsgruppe, Polizeihauptkommissar Torsten Neu, davon aus, dass durch die Polizeiarbeit lediglich die Spitze des Eisberges sichtbar gemacht wurde.

Im Verlauf des letzten Jahres hatten sich die Einbrüche in Bürogebäude und Bäckereifilialen im Verdener Stadtgebiet gehäuft. Nicht selten wurden Firmen und Geschäfte gleich mehrfach von den Tätern heimgesucht. Die Zielrichtung war immer gleich: Die Täter hatten es auf moderne Multimediatechnik wie Computer, Flachbildschirme, Digitalkameras und Camcorder und natürlich auch Bargeld abgesehen. Vereinzelt wurden bei den Einbrüchen sogar ganze Tresore mitgenommen oder noch am Tatort aufgeflext.

Zeitgleich zu den Einbrüchen entwickelte sich eine kleine Serie von insgesamt vier Raubüberfällen, bei denen die Täter bewaffnet vorgingen:

Unmittelbar nach Ladenschluss wurde am 25. September ein Verdener Bäckermeister überfallen. Einer von zwei maskierten Tätern schlug das Opfer mit einer Zaunlatte nieder, sein Mittäter entriss ihm den in der Hand mitgeführten Aktenkoffer mit zwei Geldbomben und den darin befindlichen Tageseinnahmen in Höhe von rund 2.500 Euro.

Am 10. Oktober wurde ein Lebensmittelgeschäft in Blender überfallen. Ein vermummter Täter betrat den Laden, bedrohte den an der Kasse sitzenden Geschäftsinhaber mit einer Schusswaffe und forderte die Herausgabe von Bargeld. Der Geschäftsinhaber übergab dem Täter ebenfalls die gesamte Tageseinnahme in Höhe von rund 1.300 Euro.

Gleich zweimal innerhalb weniger Wochen wurde im September und Oktober die Score-Tankstelle an der Hamburger Straße überfallen. Bei beiden Taten betraten jeweils zwei maskierte Täter den Verkaufsraum, bedrohten das anwesende Personal mit einem so genannten „Rambo“-Messer und ließen sich aus der Kasse das Bargeld geben . Beim ersten Überfall wurden 2.000 Euro erbeutet, beim zweiten waren es rund 1.000 Euro.

Auf Grund der Häufung der Taten und dem hohen Ermittlungsaufwand – an den Tatorten hatten die Täter eine Vielzahl von Spuren zurückgelassen - richtete der Kriminal- und Ermittlungsdienst des Polizeikommissariats Verden Ende September eine vierköpfige Ermittlungsgruppe ein, die sich mit Nachdruck um die Aufklärung dieser Straftatenserie kümmerte. Mit Erfolg: Durch Auswertung und Abgleich der vorgefundenen Tatortspuren und akribische Zeugenvernehmungen kamen die Ermittler schon nach kurzer Zeit auf die Spur einer insgesamt achtköpfigen Tätergruppe, deren Mitglieder bei den Tatausführungen in ständig wechselnder Besetzung vorgegangen waren.

Drei der acht Täter, ein 17jähriger Spätaussiedler, ein 20jähriger Iraner und ein 19jähriger Syrer, sitzen seit einem halben Jahr in Untersuchungshaft. Gegen zwei weitere Mitglieder der Bande wurden die vom Amtsgericht Verden erlassenen Haftbefehle inzwischen wieder außer Vollzug gesetzt.

Als Haupttäter haben sich im Verlauf der Ermittlungen ein 20jähriger Iraner und ein 23jähriger Deutscher herauskristallisiert. Der Iraner war bei den meisten Einbruchsdiebstählen dabei und hat auch bei den Raubüberfällen initiativ mitgewirkt. Dieser Mann hat inzwischen ein Geständnis abgelegt und sogar noch die Beteiligung an einem weiteren Raubüberfall auf die Shell-Tankstelle Lindhooper Straße im November 2002 eingeräumt. Durch seine umfassende Aussage hat der 20jährige ganz erheblich zur Aufklärung der Raubstraftaten und der Einbrüche beigetragen.

Der 23jährige Deutsche fungierte in den meisten Fällen als Fahrer und stellte sein Auto für die An- und Abfahrt zu den Tatorten und den Abtransport des Diebesgutes zur Verfügung. Seinen Teil der Beute nutzte der gebürtige Verdener überwiegend dazu, eine eigene Wohnung zu finanzieren und sein Auto - einen Mittelklassewagen - zu unterhalten. Inzwischen wohnt der 23jährige wieder zu Hause, der Iraner sitzt in Untersuchungshaft.

Neben Einbrüchen und Raubüberfällen ist ein Mitglied der Tätergruppe aus polizeilicher Sicht auch für eine vorsätzliche Brandstiftung verantwortlich, der Ende Oktober letzten Jahres die Räumlichkeiten einer Verdener Autovermietung zum Opfer gefallen waren. Nach Ansicht der Ermittler kommt als Brandstifter ein 20jähriger Spätaussiedler aus Verden in Betracht. Der gegen ihn erhobene Tatverdacht stützt sich allerdings nur auf Indizien. Der Verdächtige hat in seiner polizeilichen Vernehmung jegliche Tatbeteiligung an dem Brand geleugnet. Die Staatsanwaltschaft Verden hat das Verfahren gegen den 20jährigen inzwischen aus mangel an Beweisen eingestellt. Allein der durch die Brandstiftung entstandene Sachschaden beläuft sich auf 60.000 Euro. Insgesamt geht der durch die Tätergruppe verursachte Sachschaden in die Hunderttausende.

Sämtliche Beschuldigten sind Polizei und Justiz schon von klein auf bekannt und in den letzten Jahren mehr oder weniger oft straffällig geworden. Einzelne Mitglieder der Gruppe haben bereits mehrjährige Haftstrafen verbüßt, ohne dass dieses auf sie eine läuternde Wirkung gehabt hätte.

Das Motiv, Straftaten zu begehen, war für alle Täter gleich – chronischer Geldmangel. Keiner der 17- bis 23jährigen geht – abgesehen von gelegentlichen Aushilfsjobs - einer geregelten Arbeit nach. Sicher ist, dass zumindest der Überfall auf das Lebensmittelgeschäft in Blender vom betreffenden Täter nach vorherigem Kokainkonsum begangen wurde. Inwieweit Drogenabhängigkeiten bei den 17- bis 22jährigen vorliegen, konnte durch die Ermittlungen nicht geklärt werden.

Die vorläufige Kriminalstatistik weist aus, dass das Straftatenaufkommen im Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariats Verden durch die Ermittlung und Inhaftierung der Tätergruppe wieder auf das übliche Maß zurückgegangen ist.

Dennoch steht zu befürchten, dass die nicht in Haft befindlichen Mitglieder der Gruppe weitere Straftaten begehen werden, da sich ihre soziale und finanzielle Situation nicht geändert hat und sie sich durch die polizeilichen Ermittlungen nicht haben beeindrucken lassen.

Ab heute mittag, 13 Uhr, müssen sich sieben der acht Beschuldigten vor der Jugendstrafkammer für ihre Taten verantworten.

 
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