|
Zurück zur Nachrichten-Übersicht

Joachim Stünker in der Achimer Realschule
Joachim Stünker (SPD) diskutiert mit Realschülern über Rechtsradikalismus
Nachdem die Schüler des Politikkurses der Achimer Realschule den SPD-Bundestagsabgeordneten Joachim Stünker vor einigen Monaten in Berlin besucht hatten, stattete dieser ihnen nun einen Gegenbesuch ab. Damals hatten ihm die Zehntklässler und Lehrer Reinhard Prahm von Aktivitäten rechter Gruppierungen in Achim, insbesondere der Verteilung von NPD-Flugblättern vor Schulen, erzählt und ihn gebeten, sich bei Polizei und Staatsschutz über mögliche Gegenmaßnahmen zu informieren. Stünker, der daraufhin unter anderem ein Gespräch mit dem Leiter der Polizeidirektion Verden geführt hatte, konnte den interessierten Schülerinnen und Schülern einige neue Fakten berichten. „Der Personenkreis aktiver NPD-Mitglieder im Landkreis Verden ist der Polizei seit Jahren bekannt. Auch die Verteilung von Flugblättern vor Schulen geschieht nicht ohne Wissen der Polizei, diese kann jedoch erst dann eingreifen, wenn die Blätter einen strafrechtlichen Inhalt haben und das ist bis jetzt nicht der Fall gewesen.“ Allerdings, so Stünker, habe die Polizei angeboten, zur Problembesprechung in den Unterricht zu kommen, um zusammen mit Vertretern des Staatsschutzes über Verhaltensmuster und Gefahrenpotentiale Rechtsradikaler aufzuklären.
Reinhard Prahm wies darauf hin, dass alle Schulen im Landkreis darauf hingewiesen worden seien, dass die NPD nun auch die Verteilung von CDs vor Schulen plane. „Wie würdet ihr euch dann verhalten?“ fragte er seine Schüler und erhielt Antworten, die von „total ignorieren“ bis hin zu „mitnehmen und anhören, um zu wissen mit welchen Tricks Leute geködert werden sollen“ reichten. Joachim Stünker betonte, dass er es für wichtig halte, sich nicht zu verstecken, sondern sich mit den Inhalten politisch Andersdenkender, eben auch der Rechten, auseinanderzusetzen. „Nur dann“, so der Abgeordnete, „hat man genügend Rüstzeug, um dagegen argumentieren zu können.“ Die Form der politischen Auseinandersetzung hat jedoch für Joachim Stünker deutliche Grenzen. „Man kann seine Meinung noch so offensiv vertreten, Gewalt anwenden darf man dabei nie.“
|
| Termine |
15. - 31 Oktober:
23. Oktober:
27. Oktober:
30. Oktober:
18. Dezember:
|
|