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Zurück zur Nachrichten-Übersicht ![]() Stille Zeugen der Verwüstung Massenschlägerei in Achim – Polizei versagt! Am gestrigen Freitag abend kam es im ganzen Innenstadtbereich zu schweren Auseinandersetzungen und Krawallen zwischen 50 alkoholisierten Punkern und einer Gruppe von ca. 40 Mitbürgern ausländischer Herkunft. Den Abend verbrachten die Punks aus Achim, Verden und Bremen anfangs in einem Achimer Partyraum, doch gegen 22 Uhr Ortszeit löste die Polizei nach Anwohnerbeschwerden die Veranstaltung auf. Daraufhin beschlossen die stark Angetrunkenen in die Innenstadt weiter zu ziehen, wo sie sich zwischen Marktplatz und „Gieschens Kreuzung“ niederließen. Dort hielten sich zufällig auch einige südländische Mitbürger auf. Über das, was zwischen 22 und 23 Uhr passierte, gibt es nur noch widersprüchliche Angaben. Fakt ist, dass beide Gruppierungen aneinander gerieten. Es folgte eine erste Hetzjagd durch die Fußgängerzone. Die südländischen Jugendlichen flüchteten sich, verfolgt von einigen Punkern mit Kampfhunden, in ein Internetcafe und Handyshop im Scherfschen Speicher. Dieses Geschehen wurde von einigen Anliegern und Ladenbesitzern sofort der örtlichen Polizei gemeldet. Allerdings verzichtete diese auf einen schnellen deeskalierenden Einsatz und zog es vor, die nächsten 20 Minuten dem Geschehen fern zu bleiben. Zwischenzeitlich setzte die Randale ein. Die „geflüchteten“ südländischen Jugendlichen informierten weitere Freunde. Noch bevor diese eintrafen, demolierten die Punks eine Glastür, die Schlägerei war im vollen Gange. Es wurde mit Zaunlatten aufeinander eingeschlagen, Glasflaschen flogen durch die Luft, einem Passenten wurde ein Messer an den Hals gehalten, weitere mit Kampfhunden und Stechwaffen bedroht. Im Zuge der Selbstverteidigung eines Ladenbesitzers wurde eine junge Frau am Kopf verletzt und musste ärztlich versorgt werden. Erst jetzt traf die Polizei am Ort des Geschehens ein, doch aufgrund der bestehenden Situation konnte diese nicht mehr viel ausrichten. Es folgte ein Hilferuf an die Bremer Beamten, die sofort mit mehreren Mannschaftswagen und einer Hundestaffel anrückten, um für Ordnung in der Innenstadt zu sorgen. Zwischenzeitlich verlagerten sich die Kämpfe zum Bahnhof. Hier wollten die Punks ihre Heimreise in Richtung Verden und Bremen antreten, wurden dabei aber massiv angegriffen. Zwischenzeitlich mischten sich auch Spätaussiedler aus Russland in das Handgemenge ein. Nachdem die Bremer Polizei eintraf, beruhigte sich die Lage. Es wurden Platzverweise für den gesamten Innenstadtbereich ausgesprochen, die Punks hatten zwischenzeitlich ihre Heimfahrt angetreten. Nach unbestätigten Angaben gab es mindestens eine Festnahme. Ein peinliches Bild bot die Achimer Polizei: Selbst nach mehreren Anrufen von Anwohnern ließ sich diese nicht am Ort des Geschehens blicken. Erst nach mindestens 20 Minuten erschien der erste Streifenwagen, um am Alten Markt vorbei zu fahren. Erst durch Bremer Hilfe gelang es den Beamten, die Situation zu kontrollieren. Ganz anders klingt die Pressemitteilung der Örtlichen Polizei. Da diese bisher nicht in der Lage war, unsere Redaktions-Email-Adresse in ihren Nachrichtenverteiler aufzunehmen (wir warten schon seit Frühling), musste unser Redakteur erst anrufen, um an diese zu gelangen. In der Pressemitteilung heißt es: Originaltext Pressemitteilung: Zur angegebenen Zeit kam es in Achim zu einer Auseinandersetzung zwischen ausländischen Mitbürgern und einer Gruppe von Punkern. Beteiligt waren nach ersten Erkenntnissen ca. 50 Personen, welche sich zum Teil mit Holzlatten und anderen Gegenständen bewaffnet hatten und mit diesen Gegenständen aufeinander einschlugen. Durch den schnellen und massiven Einsatz von Polzeikräften konnten letztlich die Personengruppen getrennt und somit schwere Verletzungen der Beteiligten untereinander verhindert werden. Diese Pressemitteilung ist nach unseren Recherchen falsch. Im Verlauf des heutigen Nachmittags sprach unser Redakteur mit ca. 15 Zeugen, unter ihnen auch viele unbeteiligte Personen, die durch Zufall zwischen die Fronten gerieten. Die Achimer Polizei war nach ihren Aussagen nicht, wie geschrieben, „schnell und massiv“ vor Ort. Sie hat trotz diverser Anrufe abgewartet und somit zur Eskalation der Lage beigetragen. Alleine die Pressemitteilung ist ein Hohn: Eine Massenschlägerei mit fast 100 Beteiligten innerhalb von sieben Textzeilen abzuarbeiten … |
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