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Die Umfallkommission bei der Arbeit
Unfallkommission besichtigte Unfallschwerpunkte
Landkreis (jme). Eine aus Vertretern von Polizei, Straßenverkehrsämtern und Komunen bestehende Unfallkommission hat jetzt die Unfallschwerpunkte im Landkreis Verden begutachtet. Ziel der alljährlichen Bereisung ist es, kontinuierliche Verbesserungen der Verkehrseinrichtungen oder baulichen Beschaffenheit mit dem Ziel herbei zu führen, die Unfallzahlen an den Brennpunkten zu minimieren. Grundlage für die Kommissionsarbeit ist eine penible Erfassung der Unfallumstände. Die lassen sich an insgesamt 12 Unfalltypensteckkarten ablesen, die bei der Polizeiinspektion Verden/Osterholz geführt werden. Dort wird jeder Unfall mit einer Nadel gekennzeichnet. „Die Unfalltypensteckkarten bilden die Grundlage für die Arbeit der Unfallkommission“, erläuterte Polizeihauptkommissar Eckhard Pinnow, der Verkehrssachbearbeiter der Polizeiinspektion.
Ein Beispiel: Auf der Bundesstraße 215 in der Gemarkung Stedebergen ist ein Auto von der fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Der Fahrer ist tot und stand offensichtlich unter Alkoholeinfluss. Die am Unfallort vorgefundenen Spuren lassen darauf schließen, dass der Fahrer viel zu schnell unterwegs gewesen war. Die Polizeibeamten der Verdener Dienststellen nehmen den Unfall auf, notieren sich Punkt für Punkt alle Details: Unfallort und -zeit, Witterungseinflüsse, vorhandene Unfallspuren. Alles wird hinterher in einer Verkehrsunfallanzeige festgehalten, die in einem Vorgangsbearbeitungssystem der Polizei erstellt wird. Ein Statistikbeleg jedes Unfalles wird dem Verkehrssachbearbeiter zugeleitet, der dann anhand des übermittelten Beleges den Unfall mit unterschiedlichen Nadeln auf der Unfalltypensteckkarte dokumentiert. Im Falle des tödlichen Unfalls auf der B 215: eine dicke grüne Nadel für den Fahrunfall, bei dem ein Fahrzeugführer die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hat, eine besonders dicke Nadel und eine schwarze Unterlegung für den tödlichen Ausgang und eine dreieckige blaue Fahne für die Alkoholbeeinflussung. Sind an der betreffenden Stelle der Unfalltypensteckkarte schon andere Nadeln gesteckt, wird sie vom Verkehrssachbearbeiter schnell als Unfallbrennpunkt erkannt und weiter beobachtet. Setzt sich der „Trend“ in entsprechender Richtung fort, wird eine als Brennpunkt erkannte Unfallstelle von der Unfallkommission begutachtet.
Durch die Arbeit solcher Kommissionen ging die Zahl der schweren Verkehrsunfälle auf niedersächsischen Straßen in den letzten Jahren immer weiter zurück. „Auch wenn dies im letzten Jahr im Landkreis Verden anders war“ Dennoch gebe es hier Unfallschwerpunkte, die durch das Zusammenwirken der beteiligten Behörden und Institutionen hätten entschärft werden können. Beispielsweise die Weserbrücke bei Hutbergen oder die Landesstraße 156 in Thedinghausen-Werder. Hier habe sich durch entsprechende Veränderungen beispielsweise der Fahrbahnerneuerung die Zahl der gleichgelagerten Verkehrsunfälle entspannt“, so Pinnow.
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